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Zündorf Elternfragen #2 - Mein Kind ist schüchtern – ist das schlimm?

  • Autorenbild: Zündorf Kampfkunstakademie
    Zündorf Kampfkunstakademie
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Eltern sagen:

„Mein Kind bleibt lieber bei mir.“

„Es braucht lange, bis es auftaut.“

„Es spricht wenig mit anderen.“



Und oft kommt schnell die Frage auf:

„Ist das normal?“

Die kurze Antwort:

Ja.


Schüchtern zu sein ist nicht falsch.

Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Während manche sofort auf andere Kinder zulaufen und neue Situationen neugierig entdecken, beobachten andere erst einmal aus sicherer Entfernung.

Beides ist zunächst völlig in Ordnung.


Manche Kinder brauchen einfach etwas mehr Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Sie möchten verstehen, was passiert, wer da ist und ob sie sich sicher fühlen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt.

Wichtig wird es eher dann, wenn Schüchternheit beginnt, das Kind einzuschränken.

Fragen, die Eltern sich stellen können:


✓ Traut sich mein Kind Dinge zu?

✓ Zieht es sich immer mehr zurück?

✓ Vermeidet es neue Situationen?

✓ Hat es Angst davor, Fehler zu machen?


Denn manchmal steckt hinter dem „Ich möchte nicht“ eigentlich etwas anderes:

„Ich traue mich nicht.“

Und das ist ein Unterschied.

Viele Kinder möchten eigentlich gerne mitmachen, neue Freunde finden oder etwas ausprobieren – aber Unsicherheit hält sie zurück.

Als Eltern möchten wir dann oft helfen, indem wir Dinge übernehmen oder unser Kind schützen.

Das ist verständlich.

Doch Kinder entwickeln Selbstvertrauen häufig nicht dadurch, dass schwierige Situationen verschwinden.

Sie entwickeln es durch kleine Erfahrungen:

„Ich habe mich getraut.“

„Ich habe es geschafft.“

„Das war gar nicht so schlimm.“

Zündorf-Tipp:

Mut wächst oft durch kleine Erfolge.

Nicht durch Druck. Nicht durch Sätze wie:

„Nun trau dich doch endlich.“

Sondern Schritt für Schritt.

Denn ein Kind muss nicht plötzlich laut, offen oder der Mittelpunkt einer Gruppe werden.

Es darf einfach lernen:

„Ich kann mehr, als ich denke.“

Wie Kinder nach und nach sicherer auftreten, mehr Vertrauen in sich selbst entwickeln und lernen können, über sich hinauszuwachsen, schauen wir uns in den nächsten Beiträgen noch genauer an.

Denn manchmal beginnt großer Mut mit einem ganz kleinen Schritt.

 
 
 

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